Mutterkuhhaltung

Wir haben uns entschieden, 2012 mit der Milchwirtschaft aufzuhören und auf Mutterkuhhlatung umzustellen. Die Mutterkuhhaltung kann als natürlichste Form der Kalb- und Rindfleischerzeugung betrachtet werden. Das Kalb bleibt nach der Geburt bei seiner Mutter und wird von ihr mit ausreichend Milch versorgt. Mit der Zeit kommt Raufutter dazu, also Gras, Heu, Grassilage und Stroh. Die Kühe und Kälber werden nie angebunden. Den Sommer verbringen sie zum grössten Teil auf der Weide. Im Winter sind die Tiere im Freilaufstall mit Laufhof. Erst im Alter von 10 Monaten werden die schlachtreifen Tiere von ihren Müttern getrennt. Das Fleisch dieser Tiere wird über das Label "Natura Beef" vom Verein Mutterkuh Schweiz vermarktet. Jedes einzelne Schlachttier erhält ein Zertifikat, welches über Alter, Herkunft, Haltung und Fütterung Garantie gibt.

Wahl der Rasse

In der Mutterkuhhlatung werden vorwiegend Fleischrinderrassen eingesetzt. Also mussten wir uns zuerst überlegen, welche Rasse für uns geeignet wäre. An der Olma konnten wir zwei wunderschöne Kühe der Rasse Aubrac bewundern, die sofort unser Interesse geweckt haben. Nach diversen Abklärungen und mehreren Besuchen auf verschiedenen Aubrac-Zuchtbetrieben war für uns klar: Aubrac, das sind genau die Fleischrinderkühe, die wir auf unserem Betrieb halten möchten! Bis heute sind wir von dieser Rasse begeistert.

Anfangs November 2011 wars dann endlich soweit, die ersten Mutterkühe mit ihren Kälbern oder Rinder sind im Hofacker eingetroffen. Mittlerweile ist die Herde beträchtlich gewachsen und wir hoffen, dass weiterhin alle so prima klappt.

Geburt des ersten Aubrac-Kälbchen im Hofacker

Am 10. März 2012, genau an dem Tag, an dem wir zum ersten Mal an der Generalversammlung des Club Suisse Aubrac teilnahmen, bekamen wir den Anruf, dass unser erstes Aubrac-Kälbchen zur Welt gekommen ist. Alles verlief problemlos. Als wir dann endlich zuhause waren und den Kleinen begutachten konnten, war er schon putzmunter. Natürlich war die Freude gross!